Branddienstschulung 04.09.2020

Brandverlauf, Phänomene der extremen Brandausbreitung und taktische Ventilation inklusive praktischer Versuche standen für die Mannschaft bei der Schulung am Abend des 04.09. am Programm.

In der Theorie wurden zunächst mögliche Brandverläufe in Abhängigkeit der vorhandenen brennenden Materialien und mögliche Brandausbreitungsphänomene, von der Entwickungsphase eines Brandes, über den Flash over, also die Durchzündung und Ausbreitung zum Vollbrand in einem Raum sowie die in der jeweiligen Brandphase möglichen Vorgehensweisen hinsichtlich Innenangriff durch einen Atemschutztrupp und die Druckbelüftung besprochen. Großes Augenmerk wurde dabei vor allem auf ventilationskontrollierte Brandphänomene gelegt, die entstehen, wenn nicht mehr genügend Sauerstoff für eine vollständige Verbrennung in einem Brandraum vorhanden sind. In einem solchen Fall kann es etwa zu Rauchexplosionen oder Selbstentzündung der Brandgase beim Zuführen von Sauerstoff, etwa beim Öffenen der Tür, aber auch zu verzögerten Raumdurchzündungen oder Rauchgasexplosionen, wenn sich ein Atemschutztrupp bereits im Brandraum befindet, kommen. Vor allem die inzwischen sehr stark in allen Bereichen Verwendung findenden Kunststoffe machen solche Situationen immer wahrscheinlicher und gefährlicher für die Einsatzkräfte.

Die Erkennung solcher Phänomene, das Beherrschen des richtigen Vorgehens und die Kenntnis des richtigen Einsatzes der Druckbelüftung war das Ziel dieses Ausbildungsabends, welches auch praktisch anhand eines Brandversuches erreicht werden sollte. Sehr gut konnte man dabei die Phasen der Brandentstehung und einige der möglichen Brandausbreitungsszenarien nachstellen, aber auch das richtige Vorgehen im kleinen Maßstab beüben.