2-Tages-Übung der Feuerwehrjugend

Am 12. und 13.08.2017 fand die 13. 2-Tages-Übung unserer Feuerwehrjugend statt. Jugendbetreuerin Jenny Novak hatte sich für die 13 anwesenden Kameradinnen und Kameraden wieder einiges einfallen lassen.

Um 07.00 Uhr traf man sich am Samstagmorgen, die Kameradinnen und Kameraden wurden fix einem Fahrzeug zugewiesen, gleich darauf erfolgte die Fahrzeugübernahme mit einer Gerätekunde. Kurz nach 8.00 Uhr kam dann die Alarmierung zum ersten Übungseinsatz.

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Ein Gefahrguttransporter, dargestellt von einem Traktor mit Jauchenfass hatte ein Leck, eine Flüssigkeit, laut Angaben des Fahrers Diesel, floss in die Saggau.

Die Mannschaft des KLF wurde unmittelbar nach dem Eintreffen damit beauftragt das Leck provisorisch zu schließen, parallel wurden fiktiv der Chemiealarmdienst des Landes, der Ölstützpunkt Deutschlandsberg sowie weitere Feuerwehren flussabwärts zum Errichten von Ölsperren angefordert.

Die Mannschaft des TLF wurde zwei Kilometer flussabwärts geschickt, um dort eine Ölsperre zu errichten.

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Nach dem Einrücken und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft ging es kurz nach neun Uhr im Programm mit einer Erste-Hilfe-Schulung, vorgetragen von unserem Sanitätsbeauftragten Josef Ledam, weiter. Themen wie Bewusstseinskontrolle, stabile Seitenlage, Helmabnahme oder Anlegen eines Stifneck wurden dabei behandelt und auch praktisch beübt.

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Einiges von dem zuvor gelernten bzw. aufgefrischtem Wissen konnte dann gleich beim nächsten Übungseinsatz kurz nach 10.00 Uhr ausprobiert werden.

Ein Mopedunfall mit zwei Verletzten in unwegsamen Gelände forderte unsere Jungfeuerwehrmitglieder. Beide mussten erstversorgt und mittels Schaufeltrage und Korbtrage abtransportiert werden.

Nach diesem Übungseinsatz ging es nach dem Reinigen der Geräte mit der Erste-Hilfe-Schulung weiter.

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Mit einer Schulung zum Thema Branddienst startete man nach der Mittagspizza ins Nachmittagsprogramm. Anhand von Lehrfilmen und in Diskussionen wurden die wesentlichen Geräte für den Löscheinsatz, von der Saugleitung, über das Strahlrohr, bis hin zum wieder versorgen der Geräte, erklärt.

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Gegen 14.00 Uhr erfolgte die Alarmierung zum nächsten Übungseinsatz. Einen Verkehrsunfall zwischen einem Moped und einem PKW, bei dem der Mopedlenker unter dem Fahrzeug und die Lenkerin darin eingeklemmt waren, galt es zu bewältigen.

In dieser schulungsmäßigen Übung hatten die Jugendlichen die Gelegenheit das hydraulische Rettungsgerät praktisch zu beüben, natürlich unter Anleitung von Kameraden, die im Umgang mit diesen Geräten versiert sind. Die Lenkerin wurde mit den hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Fahrzeug befreit, nachdem der Mopedlenker mittels Hebekissen aus seiner Zwangslage gerettet werden konnte.

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Kaum zurück vom letzten Übungseinsatz, Geräte versorgt und wieder umgezogen kam der nächste Übungsalarm: Carportbrand in Hörmsdorf.

Am Einsatzort startete die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges sofort einen Angriff mit einem C-Rohr, während das Kleinlöschfahrzeug mit dem Herstellen einer Zubringleitung zum TLF von der nahe gelegenen Saggau beauftragt wurde und so die Löschwasserversorgung sicherstellte.

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Mit dem Versorgen der Gerätschaften war nun auch das mehr oder weniger offizielle Tagesprogramm beendet. Den Abend verbrachte man auf der multifunktionalen Sportanlage der Marktgemeinde Eibiswald in Pitschgau beim gemeinsamen Fußballspielen.

Zugleich wurde von einem Feuerwehrkameraden Gegrilltes zum Abendessen zubereitet, das vor Ort eingenommen wurde. Danach ging es noch zum Sportverein Pitschgau, welcher uns dankenswerterweise die Duschgelegenheiten zur Verfügung stellte. Kurz nach der Nachtruhe um 22.00 Uhr sollte es aber noch zu einem letzten Übungseinsatz an diesem Tag kommen.

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Kurz nach 22.30 Uhr wurde ein Fahrzeugbrand auf der Kowaldhöhe gemeldet. Unverzüglich rückte unsere Mannschaft zum Übungseinsatz aus, vor Ort fand man dann tatsächlich ein brennendes Fahrzeug vor.

Mittels eines Schaumangriffes vom Tanklöschfahrzeug aus war der Brand rasch gelöscht, zum Abkühlen der heißen Blechteile wurde noch mit Wasser nachgelöscht. Auch dabei legte natürlich die Feuerwehrjugend Hand an und wurde dafür mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgestattet. Eine knappe Stunde später traf man wieder im Rüsthaus ein und stellte die Einsatzbereitschaft her, ehe man nach Mitternacht dann doch zur Nachtruhe kam.

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Schon kurz nach halb sechs Uhr morgens kam dann der nächste Übungsalarm. Eine Tierrettung in Sterglegg wurde gemeldet. Eine Geiß hatte sich auf einen Hochsitz verirrt.

Unter zu Hilfe nahme einer Steckleiter und unter Sicherung durch einen zweiten Kameraden wurde das Tier aus seiner misslichen Lage gerettet.

Anschließend wurden die Kameradinnen und Kameraden von der Familie vlg. Peterlenz zu einem ausgiebigen und nichts an Wünschen offen lassenden Frühstück eingeladen, vielen Dank dafür!

Nach dem Einrücken folgte dann die morgendliche Befehlsausgabe, bei der der weitere Tagesablauf bekannt gegeben wurde.

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Etwas verzögert aufgrund des vorangegangenen Übungseinsatzes startete man um kurz nach 8.00 Uhr mit der Schulung in der Menschenrettung und Absturzsicherung durch den Sonderbeauftragten Marcel Krampl.

Dabei wurden einerseits die Knoten beübt, die zum Teil in der Feuerwehrjugend schon gelehrt und bei diversen Bewerben auch beherrscht werden müssen, zum anderen wurden die Gerätschaften, wie Sicherungsgeschirr usw. und deren richtige Handhabung erklärt.

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Kurz nach neun Uhr dann der nächste Übungseinsatz: Personenrettung aus Silo. Eine verletzte Person musste dabei aus einem unbefüllten Silo befreit werden, zu diesem Zweck wurde auch das Schwere Rüstfahrzeug der FF Eibiswald angefordert.

Drei Retter wurden mittels Kranseilwinde in den Silo befördert und retteten den Verletzten nach dessen Erstversorgung. Im Anschluss hatten natürlich alle Teilnehmer die Gelegenheit eine Runde in luftiger Höhe mit dem Kran zu drehen.

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Ein motorisierter Orientierungsmarsch war der letzte Programmpunkt für diesen Vormittag. Jeweils eine Gruppe machte sich mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Kleinlöschfahrzeug auf, um nach einer vorgegebenen Wegbeschreibung verschiedene Punkte in der Nähe anzufahren. Auf den Stationen galt es Aufgaben zu bewältigen, wie Schätzungen von Höhen und Entfernungen oder das Anfertigen einer Wegbeschreibung.

Unser EHBM Horst Puschmann hatte für die Jugend diesen rund einstündigen Motmarsch ausgearbeitet, bei dem die Ergebnisse auf den Stationen per Funk ins Rüsthaus rückgemeldet werden mussten, um unsere Jüngsten an die Bedienung der Funkgeräte und die Funksprache zu gewöhnen.

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Das Mittagessen, bestehend aus frisch gegrillten Burgern wurde regelrecht verschlungen, danach ging es für unsere jüngeren Mitglieder zur Vorbereitung für den Wissenstest. Der Rest der Mannschaft begann inzwischen bereits mit dem Zusammenräumen.

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Einen letzten Übungseinsatz galt es allerdings noch zu bewältuigen, welcher kurz vor 14.00 Uhr alarmiert wurde. Ein Mann war bei Forstarbeiten unter einem Baum eingeklemmt worden.

Vor Ort sicherte zunächst die Mannschaft des Kleinlöschfahrzeuges den Baum mittels Seilwinde gegen weiteres abrutschen. Parallel dazu bereitete die TLF Mannschaft die Rettung mittels Hebekissen vor und führte die nach der Sicherung auch rasch durch.

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Nach diesem Übungseinsatz folgte die komplette Reinigung der Fahrzeuge und Geräte sowie des Rüsthauses. Abschließend wurden noch die Sieger des Motmarsches bekannt gegeben, es war dies die Gruppe des Kleinlöschfahrzeuges.

Ein Dank gilt allen beteiligten und Organisatoren, sei es von Übungen, von Verpflegung und Schulungen und natürlich unserer Jugendbetreuerin Jenny Novak, die die 2-Tages-Übung organisierte und nicht zuletzt unserem Jugendbeauftragten Hans-Jürgen Novak. Wir hoffen, es hatten alle Spaß und freuen uns auf die 2-Tages-Übung 2018 in ihrer 14. Auflage!

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