18.09.2026

Feuerwehr auf Reisen – drei kameradschaftliche Tage in Kroatien

Nach zehn Jahren war es endlich wieder so weit: Von 18. bis 20. September machte sich die Freiwillige Feuerwehr Hörmsdorf wieder auf zu einem mehrtägigen Feuerwehrausflug. Ziel unserer Reise war diesmal Rabac an der kroatischen Adriaküste.

Dass das Interesse groß war, zeigte sich bereits bei der Teilnehmerzahl: Mehr als 50 Kameradinnen, Kameraden und Festhelfer mit Familien waren mit dabei. Neben dem Reisebus durfte daher auch unser Mannschaftstransportfahrzeug die Fahrt nach Kroatien antreten – für uns ein besonders schönes Zeichen dafür, wie stark der Zusammenhalt und die Gemeinschaft in unserer Feuerwehr sind.

Ankommen, abschalten und das Meer genießen

Am Freitag starteten wir bereits um 7 Uhr in der Früh in Richtung Süden. Für die Verpflegung unterwegs war natürlich ebenfalls gesorgt – unter anderem mit Würsteln direkt im Bus. Gegen 14 Uhr erreichten wir schließlich Rabac.

Der restliche Nachmittag stand zur freien Verfügung. Bei herrlichem Wetter und sommerlichen Temperaturen nutzten viele die Gelegenheit, noch einmal ins Meer zu springen. Andere ließen den ersten Urlaubstag gemütlich auf der Promenade, im Hotel oder bei einem Getränk ausklingen. Auch am Abend stand vor allem eines im Mittelpunkt: Zeit miteinander zu verbringen und die Kameradschaft abseits des Feuerwehralltags zu genießen.

Mit dem Schiff nach Cres

Der Samstag gehörte ganz der Insel Cres. Mit dem Ausflugsschiff ging es für die meisten Teilnehmer von Rabac aus zunächst in das kleine Fischerdorf Valun, das mit nur rund 60 Einwohnern einen ganz besonderen Charme versprüht, und anschließend weiter in die Stadt Cres.

Unsere Reiseleiterin Branka brachte uns bei den Landgängen Land, Leute und Geschichte näher und sorgte dafür, dass wir die Insel nicht nur vom Wasser aus kennenlernen konnten.

Auch kulinarisch hatte der Tag einiges zu bieten: Das Mittagessen wurde direkt an Bord serviert, wobei vor allem der ausgezeichnete Fisch großen Anklang fand. Das sommerliche Wetter machte den Tag perfekt – und natürlich durfte auch am Samstag ein Sprung ins Meer nicht fehlen.

Jene, die den Bootsausflug nicht begleiteten, genossen den Tag in Rabac bei Spaziergängen, am Strand, beim Baden, Stand-up-paddeln oder in den Strandbars.

Blick über die Grenzen: Besuch bei der Feuerwehr Labin

Am Sonntag hieß es bereits wieder Abschied nehmen von Rabac. Ganz ohne Feuerwehrprogramm wollten wir die Heimreise allerdings nicht antreten. Deshalb statteten wir unseren kroatischen Kameraden bei der Feuerwehr Labin einen Besuch ab.

Dort erhielten wir einen spannenden Einblick in das Feuerwehrwesen der Region. Die Berufsfeuerwehr verfügt über 27 Feuerwehrleute, wobei jeweils sechs Mann eine Schicht bilden. Unterstützt wird sie von fünf Freiwilligen Feuerwehren, darunter auch jener in Rabac. Gemeinsam sind die Feuerwehren für ein mehr als 400 Quadratkilometer großes Gebiet mit rund 25.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zuständig.

Besonders interessant waren für uns natürlich die technischen Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede zum Feuerwehrwesen in Österreich. Die technische Ausstattung reicht von automatischen Brandmeldeanlagen in größeren Objekten bis hin zu Kamerasystemen zur automatischen Waldbranderkennung und GPS-Systemen in den Einsatzfahrzeugen.

Auch bei der persönlichen Schutzausrüstung zeigte sich, dass auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet wird. Es kommen sogar dieselben Helme und Stiefel zum Einsatz, die auch bei uns verwendet werden.

Besonders beeindruckend war der Fuhrpark mit insgesamt zwölf Fahrzeugen, die abhängig von der jeweiligen Einsatzlage besetzt werden. Aufgrund der klimatischen Bedingungen und der damit verbundenen Waldbrandgefahr nehmen naturgemäß vor allem die speziell für die Waldbrandbekämpfung vorgehaltenen Fahrzeuge einen besonderen Stellenwert ein.

Der Besuch bot jedenfalls viele interessante Einblicke und vor allem auch die Möglichkeit zum kameradschaftlichen Austausch über Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Wir danken den kroatischen Kameraden für den herzlichen Empfang.

Nach drei tollen Tagen wieder zurück in Hörmsdorf

Nach dem Feuerwehrbesuch machten wir uns endgültig auf den Heimweg. Einen letzten gemeinsamen Zwischenstopp gab es noch beim Trojanewirt, wo wir uns für die restliche Fahrt stärkten.

Kurz vor halb sechs am Abend erreichten wir schließlich wieder unser Rüsthaus in Hörmsdorf – mit vielen Eindrücken, schönen Erinnerungen und vor allem nach drei Tagen, die gezeigt haben, wie wichtig gemeinsame Erlebnisse für die Kameradschaft sind.

Ein besonders großes Dankeschön gilt unserer Kassierin Daniela Novak, die diesen Ausflug über ein ganzes Jahr hinweg geplant, vorbereitet und organisiert hat. Viele Details, die für die Teilnehmer selbstverständlich wirken, bedeuten im Hintergrund jede Menge Arbeit – und genau diese hat dafür gesorgt, dass wir drei wirklich gelungene Tage miteinander verbringen konnten.

Ebenso bedanken wir uns bei Masser Reisen und Philipp Masser, der uns sicher und zuverlässig nach Kroatien und wieder zurück nach Hause gebracht hat.

Nicht zuletzt ein Danke an unsere Nachbarfeuerwehren, schließlich war ein Großteil der Aktivmannschaft beim Ausflug und die Einsatzbereitschaft somit nur sehr eingeschränkt gegeben und wurde durch die umliegenden Feuerwehren sichergestellt.

Ein rundum gelungener Feuerwehrausflug, an den wir uns wohl noch lange gerne zurückerinnern werden!