04.08.2026

Tierrettung in Hörmsdorf – Zwei Katzen aus Regenwasserkanal befreit

Kurz vor 11 Uhr wurde unser Kommandant an diesem Dienstagvormittag telefonisch über mehrere in einem Regenwasserkanal steckende Katzen informiert und um Hilfe gebeten. Vier Feuerwehrleute konnten die beiden Jungkatzen schließlich nach rund zweieinhalb Stunden aus ihrer misslichen Lage befreien – eine schweißtreibende Arbeit zur Mittagszeit am bisher heißesten Tag seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.

Als die ersten Kameraden mit dem Tanklöschfahrzeug vor Ort eintrafen, hatte die Liegenschaftseigentümerin bereits eigene Befreiungsversuche unternommen. Die Katzen saßen bereits seit dem Vortag im Rohr fest und machten sich lautstark bemerkbar. Zunächst schien es, als würden sich mindestens zwei Tiere im Rohr befinden.

Mithilfe einer Endoskopkamera konnte schließlich die genaue Position der Tiere festgestellt werden. Um sie zu erreichen, musste jedoch das Pflaster entfernt und bis zum Abflussrohr händisch aufgegraben werden. Da das Rohr teilweise unter einer Betonschicht verlief, wurde die FF Eibiswald mit dem Schweren Rüstfahrzeug und einem Bohrhammer zur Unterstützung nachalarmiert.

Schließlich erreichten die Einsatzkräfte das Rohr und begannen, dieses mit einem Winkelschleifer vorsichtig aufzuschneiden. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich zu den Katzen vor. Der Grund für die missliche Lage der letztlich zwei Jungkatzen war wohl, dass sie unmittelbar vor einem Rohrbogen, der senkrecht nach oben führte, Kopf an Kopf festsaßen. Weder vorwärts noch rückwärts konnten sie sich aus eigener Kraft befreien.

Nachdem die erste Katze gerettet worden war, konnte die zweite das Rohr selbstständig verlassen. Aufgrund des Trubels zog sie es jedoch zunächst vor, sich nochmals etwas zurückzuziehen. Auch Katze Nummer eins schien anfangs wenig begeistert von ihrer Rettung und zeigte ihre Dankbarkeit eher zurückhaltend.

Die Freude über den gelungenen Einsatz war dennoch groß. Umso schöner war es, den beiden Tieren ihre Freiheit zurückgeben zu können. Ein herzlicher Dank gilt auch der FF Eibiswald für die rasche und unkomplizierte Unterstützung.